Das Safety Car (deutsch: Sicherheitsauto) wird
bei Autorennen (siehe Motorsport) eingesetzt, um bei Gefahrensituationen
(z.B. nach einem Unfall oder bei extrem widrigen Wetterverhältnissen)
das Renntempo für eine gewisse Zeit zu reduzieren und so die
Sicherheit der Teilnehmer zu gewährleisten. Über den Einsatz
des Safety Cars entscheidet der Rennleiter. Es wurde 1992 eingeführt.
Das Safety
Car setzt sich vor das führende Fahrzeug und fährt in
sicherem Tempo vor dem Teilnehmerfeld her. Die Safety-Car-Phase
wird den Piloten von den Streckenposten
durch die gelbe Flagge (Überholverbot) in Verbindung mit einem
Schild mit der Aufschrift "SC" signalisiert. Solange das
Safety Car auf der Strecke ist, ist das Rennen neutralisiert, d.h.
Überholmanöver sind verboten, die gefahrenen Runden werden
allerdings wie Rennrunden gewertet. Ein Rennen kann also auch "unter
Gelb" beendet werden, wenn die Rennrundenanzahl erreicht ist.
Eine Safety-Car-Phase
kann sich rennentscheidend auswirken, da es das Feld wieder zusammenführt
und so herausgefahrene Abstände der Führenden zunichte
macht. Auch nutzen die Fahrer eine Safety-Car-Phase gerne für
einen Boxenstopp, da
die Zeitverluste in diesem Fall deutlich geringer sind, als wenn
das Feld in Renntempo unterwegs ist.
Die Safety-Car-Phase
wird dadurch beendet, dass das Safety Car in die Boxengasse
einbiegt und so das Tempo wieder freigibt; dies wird den Fahrern
dadurch signalisiert, dass in der Runde zuvor die Warnleuchten am
Safety Car ausgeschaltet werden. Das Feld ist ab diesem Zeitpunkt
wieder für die gefahrene Geschwindigkeit selbst verantwortlich,
Überholvorgänge sind allerdings erst ab dem Überfahren
der Start-/Ziellinie erlaubt.
In den amerikanischen Rennserien (z. B. NASCAR,
Champ Car oder IRL) hat das "Pace-Car", wie es dort genannt
wird, für das Rennen und die Rennstrategie einen weitaus höheren
Stellenwert. Viele Rennen werden auf sogenannten Ovalen wie der
Indianapolis-Speedway ausgetragen. Da eine Runde dort extrem kurz
ist (etwa 20-50 Sekunden) und die Geschwindigkeiten extrem hoch,
muss das Rennen bei einem Zwischenfall sofort durch das Pace-Car
neutralisiert werden, da sonst schwere Unfälle zu befürchten
wären. Gerade auf den Ovalen werden diese Pace-Car-Phasen von
den Teams mehr oder weniger fest für die Rennstrategie eingeplant.
Safety Cars sind mit gelben oder roten Rundumkennleuchten
ausgestattet. Zusätzlich werden oftmals Xenon-Blitzer in den
Hauptscheinwerfern und Zusatzleuchten verbaut um eine zusätzliche
Warnwirkung in Fahrtrichtung zu gewährleisten. Das aktuelle
Safety Car der Formel 1 hat Frontblitzer in LED-Technik, wodurch
die Lichtleistung gegenüber der Xenon-Version merklich leidet.
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